FW-SE: Folgemeldung Waldbrandübung Segeberger Forst

Bad Segeberg (ots) –

Sirenen in ca. 30 Gemeinden des Kreises Segeberg alarmierten
ungefähr 250 Einsatzkräfte der örtlichen Feuerwehren, des
THW-Ortsverbandes Wahlstedt und des Rettungsdienstes, um eine
aufwendig geplante Übung zur Überprüfung des Waldbrandkonzeptes des
Kreises Segeberg zu starten.

Einsatzleiter Hans-Heinrich Pohlmann, Gemeindewehrführer der
Freiwilligen Feuerwehr Heidmühlen, der als erster Zugführer an der
Einsatzstelle eintraf, entschied schnell, dass er mit den anfangs
alarmierten Einsatzkräften nicht auskommen würde und ließ durch die
Einsatzleitstelle das Einsatzstichwort auf „Feuer Mittel“ erhöhen.
Erneut wurden zahlreiche Sirenen ausgelöst, um weitere Einsatzzüge
der Feuerwehren in Richtung Einsatzort in Bewegung zu setzen. Neben
der Feuerwehr wurden nun auch das Deutsche Rote Kreuz sowie das THW
alarmiert, sie übernehmen in dem Waldbrandkonzept spezielle Aufgaben,
die nicht durch die Feuerwehr abgedeckt werden können.

Die Technische Einsatzleitung des Kreises Segeberg hatte bereits
auf der Tankstelle in Bockhorn ihren Führungsstab aufgebaut. Von hier
aus wurde der Einsatz koordiniert. Zur Lageerkundung wurde der
gemeinsame Flugdienst der Kreise Segeberg und Stormarn eingesetzt,
der die Einsatzleitung mit aktuellen Bildern aus der Luft versorgte.

Eines der Übungsziele war die Erprobung der Kommunikationswege.
Der Betrieb des öffentlichen Mobilfunknetzes wie auch des
Digitalfunksignals erwies sich im belaubten Forst bei Regenwetter als
schwierig, die Funker hatten Probleme bei der Übermittlung der
Einsatzaufträge. Ein Teil der Nachrichten und Befehle mussten durch
Kradmelder übermittelt werden, fanden aber auch auf diese altmodische
Weise ihren Empfänger.

Einsatzleiter Pohlmann zeigte sich trotz dieser Widrigkeiten mit
dem Verlauf der Übung zufrieden. Das Engagement aller eingesetzten
Kräfte war gut, alle waren hochmotiviert. „Die Schlüsse, die wir aus
dieser Übung ziehen können, werden uns sehr helfen, das Konzept noch
weiter zu verfeinern“, so Pohlmann.

Neben zahlreichen Gästen aus anderen Kreisfeuerwehrverbänden
nahmen auch Landrat Jan Peter Schröder und sein Stellvertreter Claus
Peter Dieck an der Übung teil. Sie ließen sich im Verlauf der Übung
die einzelnen Abschnitte zeigen und machten sich ein Bild von der
Arbeit der Einsatzkräfte.

Im Feuerwehrhaus Hartenholm wurden alle Einsatzkräfte von
fleißigen Jugendfeuerwehrmitgliedern versorgt. Sie hatten neben der
Ausgabe von Bockwurst und Salat auch die Parkplatzeinweisung der ca.
50 eingesetzten Fahrzeuge jederzeit unter Kontrolle.

Kreiswehrführer Holger Gebauer dankte allen Einsatzkräften und
Helfern und kündigte eine weitere Waldbrandübung an, die dann nicht
im Vorwege angekündigt wird, sondern eine „Überraschung“ sein wird.

Text S. Möller / G. Turtun; Fotos Sönke Möller

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Sönke Möller
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