BPOL-KS: Gemeinsame Pressemitteilung der Bundespolizeiinspektion Kassel und des Polizeipräsidiums Mittelhessen vom 12. Januar 2017 Erfolgreich bei gemeinsamer Fahndung

Gießen / Landkreis Gießen (ots) –

Bundespolizeiinspektion Kassel und die Polizeidirektion Gießen
zusammen im Einsatz

Gemeinsam auf der Suche nach Straftätern waren gestern (11.1.)
erneut Beamte der Bundespolizeiinspektion Kassel und der
Polizeidirektion Gießen im und um den Bahnhof der Universitätsstadt
sowie auf der Main-Weser-Bahn zwischen Gießen und Treysa. Ziel der
Maßnahme war, bisher unbekannte Straftäter aus den Deliktsfeldern
Diebstahl, Körperverletzung, Sexualdelikte, Bedrohung und Nötigung zu
identifizieren und zu ermitteln.

„Auch diesmal waren wir gemeinsam erfolgreich!“, sagten Polizeirat
Rainer Paul von der Bundespolizeiinspektion Kassel und
Polizeidirektor Siegfried Schulz, Leiter der Polizeidirektion Gießen.
Am Einsatz beteiligt waren auch Beamte der Mobilen Kontroll- und
Überwachungseinheit der Bundespolizeidirektion Koblenz.

In einer mehrstündigen Fahndungsaktion wurden gestern insgesamt 50
Personen überprüft.

Urkundenfälscher muss in Haft

Ins Netz der Bundespolizisten geriet ein 31-jähriger Mann aus
Pakistan. Wegen Urkundenfälschung wurde der Mann von der
Staatsanwaltschaft Münster mit Haftbefehl zur Strafvollstreckung
gesucht. Der 31-Jährige war zu einer Geldstrafe in Höhe von 1020 Euro
verurteilt worden. Da er den Betrag nicht entrichten konnte, musste
er ersatzweise eine 34-tägige Freiheitsstrafe in der
Justizvollzugsanstalt (JVA) Gießen antreten. Bei der Kontrolle wies
sich der Mann mit einem augenscheinlich gefälschten, griechischen
Führerschein aus. Deswegen muss sich der Pakistani in einem neuen
Strafverfahren wegen Urkundenfälschung verantworten. Zudem stellte
sich heraus, dass sich der Gesuchte unerlaubt im Bundesgebiet
aufhält.

Ein 33-Jähriger bedroht Zugbegleiter und Bundespolizisten

Wegen eines ungültigen Zugtickets fiel der 33-Jahre alte,
wohnsitzlose Deutsche bei der Fahrkartenkontrolle im Zug von
Frankfurt/Main nach Gießen auf. Gegenüber der Bahnmitarbeiterin
deutete der Mann mit einer Geste an, ihr die Kehle durchschneiden zu
wollen. Bei der Ankunft in Gießen drohte er einer Polizistin mit den
Worten, „Du kriegst einen Kopfschuss, ich knall dich ab!“. Der Mann
wurde vorläufig festgenommen. Die Bundespolizeiinspektion Kassel
leitete ein Strafverfahren wegen Bedrohung, Betrugs und Erschleichens
von Leistungen ein. Nach den polizeilichen Maßnahmen kam der Mann
wieder frei.

Mit Haftbefehl gesuchter Schwarzfahrer kommt hinter Gitter

Ins Netz der Beamten geriet ein 21-jähriger, wohnsitzloser Pole
wegen einer Fahrt ohne Fahrschein im Zug von Marburg nach Gießen. Bei
der Identitätsfeststellung im Bahnhof Gießen stellte sich heraus,
dass der Mann wegen Trunkenheit im Straßenverkehr zu einer Geldstrafe
in Höhe von 448 Euro verurteilt war. Wegen fehlender Barmittel musste
der 21-Jährige die Ersatzfreiheitsstrafe von 30 Tagen in der JVA
Gießen antreten.

33-Jähriger nimmt verbotene Abkürzung über die Gleise

Anstatt den vorgeschriebenen und sicheren Weg über die Brücke oder
die Bahnunterführung zu nehmen, sprang ein 33-jähriger wohnsitzloser
Deutscher im Bahnhof Gießen über die Gleise 1 und 2. Gegen den Mann
wurde ein Ordnungswidrigkeitsverfahren eingeleitet.

Zudem registrierten die Polizisten einen Verstoß gegen das
Betäubungsmittelgesetz. Gegen eine weitere Person hatten sich
Hinweise auf einen bereits zurückliegenden Diebstahl ergeben. Hierzu
wurden Ermittlungen eingeleitet und dauern noch an.

Insgesamt sechs Personen standen wegen Aufenthaltsermittlungen auf
der Fahndungsliste.

Bürger und Reisende sowie Geschäftsinhaber im Gießener Bahnhof
reagierten erfreut auf die verstärkte Polizeipräsenz.

Garant für den Einsatzerfolg war die sehr gute Zusammenarbeit
beider Polizeidienststellen.

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35394 Gießen
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