IM-MV: Erneuter Einsatz in Güstrow/Vorrübergehende Gewahrsamnahme wegen Verstoß Meldeauflagen




Schwerin (ots) – Im Fall des Verdachts der Vorbereitung einer
schweren staatsgefährdenden Straftat war für die beiden bosnischen
Beschuldigten aus Güstrow, wie bereits berichtet, Abschiebehaft durch
das AG Güstrow verhängt worden.

Bei dem auch am Verfahren beteiligten Christian N. liegt derzeit
kein dringender Tatverdacht diesbezüglich vor. Im Gesamtkontext des
Verfahrens wurden ihm neben den bereits bestehenden polizeilichen
Maßnahmen aufgrund der Gesamtsituation durch die Stadt Rostock für
die Dauer der Hanse Sail Auflagen erteilt, sich nicht in Rostock
aufzuhalten und einer regelmäßigen Meldepflicht bei der Polizei
nachzukommen. Bei Verstößen gegen eine dieser Auflagen war ihm die
Ingewahrsamnahme angedroht worden. Nachdem er gegen die Meldepflicht
bei der Polizei am Sonnabend verstoßen hatte, wurde er heute durch
Kräfte der Landespolizei in seiner Wohnung aufgesucht und kurzzeitig
in Gewahrsam genommen. Er wurde auf Antrag der Ordnungsbehörde der
Stadt Rostock dem Amtsgericht Güstrow zugeführt. Durch die
Bereitschaftsrichterin des AG Güstrow wurde eine auf die Dauer der
Hanse Sail bezogene Gewahrsamnahme bis zum Ablauf des 13.08.2017
angeordnet. Christian N. verhielt sich dabei kooperativ. Er wurde
durch seinen Rechtsbeistand begleitet.

Die Auswertung der bei der Durchsuchung am 26. Juli
sichergestellten Asservate dauert derzeit an. Die Gefährdungslage
wird durch BKA und LKA MV in diesem Fall kontinuierlich aktualisiert.

In diesem Fall und darüber hinaus liegen derzeit keine
Erkenntnisse für eine mögliche Anschlagsgefahr in
Mecklenburg-Vorpommern vor.

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