POL-AK NI: Ausstellungseröffnung an der Polizeiakademie: „Gemeinsam gegen Rechtsextremismus“

Ausstellungseröffnung: Frank Ziemann vom Niedersächsischen Verfassungsschutz führt eine erste Gruppe der geladenen Gäste durch die Ausstellung - Foto: © Polizeiakademie Niedersachsen



Oldenburg (ots) –

Die Wanderausstellung des Niedersächsischen Verfassungsschutzes
„Gemeinsam gegen Rechtextremismus“ wird für zwei Wochen in den
Räumlichkeiten der Polizeiakademie Niedersachsen in Oldenburg
gezeigt. Die Ausstellung wurde gestern (18.10.) im Beisein von
Vertreterinnen und Vertreter des Innenministeriums, des
Oberlandesgerichts Oldenburg, der Generalstaatsanwaltschaft
Oldenburg, des Ordnungsamts, des Nds. Landesamt für Soziales, Jugend
und Familie, des Präventionsrats Oldenburg, Vertretern der
Niedersächsischen Polizei und Studierende der Polizeiakademie im
Plenum der Akademie eröffnet und richtet sich an Studierende der
Polizeiakademie und an Schulklassen der weiterführenden Schulen.

Frau Prof. a.d.PA Dr. Matthias-Ripke, stellvertretende
Abteilungsleiterin Studium und Lehre, unterstrich in ihrer Begrüßung
vor den zahlreichen Gästen die Wichtigkeit des Themas. „Die
wissenschaftliche Analyse von Extremismus und Terrorismus sind seit
Jahren fester Bestandteil des Studiums für die Anwärterinnen und
Anwärter des Polizeivollzugsdienstes.“ In der rechtsextremen Szene
gäbe es enorme Gewaltbereitschaft gegenüber der Polizei, die als
Repräsentanten des ihnen verhassten Staates angesehen werden, so
Matthias-Ripke weiter. „Wir wollen mit dieser Ausstellung des
Verfassungsschutzes unsere Studierenden über neue Erscheinungsformen
und Werbemethoden des Rechtsextremismus informieren und
sensibilisieren.“ Zeichen, Kleidung oder Symbole des
Rechtsextremismus zu erkennen und damit klar differenzieren zu
können, was strafrechtlich relevant ist, sei wichtig für das
polizeiliche Einschreiten, erklärte Dr. Martin Mauri, der als Dozent
an der Akademie tätig ist und die Ausstellung an der Akademie
organisiert.

Vor allem über die behördenübergreifende Zusammenarbeit zwischen
Verfassungsschutz und Polizei freute sich auch Ministerialrat
Wolfgang Freter vom Niedersächsischen Verfassungsschutz. „Die
Behörden haben eine besondere Rolle in der Präventionsarbeit“,
betonte er in seiner Rede und stellte dar, wie sich der
Rechtsextremismus in den letzten Jahren aus Sicht der
Verfassungsschutzbehörde entwickelt hat. „Die rechtsextremistische
Szene verbreitet ihre fremdenfeindlichen Botschaften heute vorrangig
über moderne Medien wie das Internet und richtet sich vor allem an
Jugendliche“, so Freter weiter. Die Szene hat sich gewandelt.
Bomberjacken, Springerstiefel und Glatze gibt es nur noch vereinzelt.
Die rechtsextreme Jugendszene hat eine eigene Mode und Musik
entwickelt, die sich an den allgemeinen Jugendtrends orientieren.

So freute es die Veranstalter auch, dass sich eine Lehrerin der
Cäcilienschule in Oldenburg mit einem Kurs der Oberstufe für eine
Führung direkt am Eröffnungstag angemeldet hatte. Rund 1000
Polizeistudierende werden in den nächsten zwei Wochen an Führungen
teilnehmen, die von Mitarbeitern des Verfassungsschutzes täglich
durchgeführt werden.

Informationen zur Ausstellung erhalten Sie hier:

Niedersächsisches Ministerium für Inneres und Sport
Verfassungsschutz

– Presse- und Öffentlichkeitsarbeit –

E-Mail: oeffentlichkeitsarbeit@verfassungsschutz.niedersachsen.de
Tel.: 0511 6709-217 www.verfassungsschutz.niedersachsen.de

Rückfragen bitte an:

Polizeiakademie Niedersachsen
Inka Gieseler-Wehe
Telefon: 0441 790-3230

E-Mail: pressestelle@akademie.polizei.niedersachsen.de
http://www.pa.polizei-nds.de

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