Rettungskräfte suchen in Weißenfels weiter nach Sechsjährigem
Weißenfels (dapd). Polizei und Feuerwehr haben in Weißenfels die Suche nach dem seit Samstag vermissten sechsjährigen Jungen fortgesetzt. "Wir suchen unvermindert weiter", sagte Oberbürgermeister Robby Risch (parteilos) am Mittwoch. Unterdessen kündigte die Stadtverwaltung für Freitag einen Gedenkgottesdienst in der Marienkirche an.
Der Sechsjährige und seine ein Jahr jüngere Schwester waren am Samstag nicht nach Hause zurückkehrt. Daraufhin alarmierte die Mutter die Polizei, die sofort eine großangelegte Suche begann. In der Nacht zu Sonntag wurde das fünfjährige Mädchen tot aus der Saale geborgen. Es ist ertrunken, wie das Obduktionsergebnis erbrachte. Polizei und Staatsanwaltschaft schließen ein Verbrechen aus.
Im Einsatz befanden sich am Mittwoch Mitglieder von Feuerwehr, Polizei und Technischem Hilfswerk (THW). Am Mittwoch konzentrierte sich die Suche auf den Flussverlauf unterhalb von Weißenfels. Unterstützt werden die Helfer nach Angaben der Stadtverwaltung durch Mitarbeiter des Landesamtes für Hochwasserschutz.
Polizeisprecherin Ulrike Diener sagte auf dapd-Anfrage, möglicherweise werde am Donnerstag wieder "in einem größeren Rahmen" nach dem Kind gesucht, von dem bislang jede Spur fehlt. Es gebe auch keine Hinweise auf den Verbleib des Jungen.
Oberbürgermeister Risch sprach der Familie seine Anteilnahme aus. "Trotz ihrer Trauer um das Mädchen und der Sorge um den Jungen habe ich die Mutter als selbstlos und gegenüber den anderen Kindern sehr fürsorglich erlebt", sagte das Stadtoberhaupt.
Am Freitag ist ein Gedenkgottesdienst in der Marienkirche geplant. Ab 16.00 Uhr wird die Kirche für eine stille Andacht geöffnet sein, der ökumenische Trauergottesdienst beginnt eine halbe Stunde später. Gemeinsam soll der verstorbenen Fünfjährigen gedacht und für ihren Bruder gebetet werden.
(dapd nachrichtenagentur)
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