«Integration und Religion»
Die Kolumne von Dr. Abdel-Hafiez Massud
Muslime als kräftiges Plus für die Sicherheit in Deutschland
Die Bundesregierung muss ihr Sicherheitspaket um den Schutz des Islams vor der Geiselnahme erweitern!
Berlin (24PR-am). Die Geiselnahme des Islams durch Einbrecher
Die Menschheit kennt zwei herausragende Kapitel ihrer Geschichte: vor Noah und nach Noah. Heute sprechen die Menschen unserer Erde permanent über zwei neue Kapitel von fast gleichem Rang: vor dem 11. September und nach dem 11. September. Nach dem 11. September wird der Islam permanent in Verbindung mit Gewalt gebracht. Wer den Islam als eine Religion ohne Gewaltstiftung präsentieren will, muss damit rechnen, dass er sich gegen einen großen Mainstream in Stellung bringt.
Für diesen Mainstream, der wiederum für gut unterrichtete und faire Sprecher und unbestechliche Medien bei Vertretung eines differenzierten Bildes über das Konzept des Islams, eine Chance zur Profiliierung anbietet, muss man wirklich Verständnis haben, um überhaupt in einen vernünftigen Aufklärungs-Dialog einsteigen zu können. Denn nach dem 11. 09 in New York kam der 07.07 in London. Darauf folgen die Stationen des Terrors: Bali, Madrid, Istanbul. Nach dem Selbstmordattentat gegen Benazir Bhutto erleben die Menschen in Europa kürzlich, wie sich ein Selbstmordattentäter in Stockholm (anderweitig natürlich mit islamischer Vokabel als Märtyrer genannt) in die Luft sprengte und den Menschen das Sicherheitsgefühl beraubte. Nach jeder Untat meldet sich irgendwann eine Stimme einer Organisation, die sich islamisch nennt und bekennt sich mit ostentativem Stolz zur Untat. Kein Wunder, dass der Nicht-Muslim, der die Bilder von zertrümmerten Flugzeugen, zerfetzten Menschenkörpern und abgebrochenen Lebenswegen sieht, allen Grund hat, die Buchstabenkombination I-S-L-A-M herzlich zu hassen, welche die Täter-Organisation für ihre Identität deklarieren. Kein Wunder, dass sogenannte Islamexperten, die sich am besten in der Rolle der Scharfmacher gefallen, den Islam bei solchen Untaten sofort umdeuten und ihn den Menschen allzu gerne als eine Ideologie präsentieren, ohne jedoch den Menschen konkret zu helfen oder wirklich einen nachhaltigen Lösungsansatz für ein Problem zu bieten. Auch in Deutschland gibt es solche selbsternannte Islamexperten, die wirklich keine konkrete Hilfe für das Problem zur Verfügung stellen (können).
Nun, wenn Muslime aber klar machen, dass solche Gewaltaktionen keine Legitimation im Islam haben, ereilen eifrige rechthaberische Sprecher mit der Aussage: Wie kann der Islam nicht mit Islam zu tun haben, bitte schön?. Ein solcher Standpunkt ähnelt genau der witzigen Aussage, Hitler und Goebbels beweisen die Menschenfeindschaft des Deutschseins, sonst wie kann Deutsch mit Deutsch nicht zu tun haben, bitte schön?
Ein solcher Standpunkt, der den Islam als eine Ideologie der Gewalt und des Terrors um jeden Preis etablieren will, fördert nur genau den Missbrauch der Religion des Islams durch Einbrecher von außen, die sich nur islamisch titulieren, während sie in Wirklichkeit vor den Augen der Weltöffentlichkeit den Barbarismus feiern.
Lassen wir uns mit der zwingenden pragmatischen Absage aller Muslime an den Terror beginnen, ohne zunächst das Konzept des Islams zu konsultieren. Welcher Muslim wird es sich herbeiwünschen, in einer Umgebung zu leben, wo sein Leben bedroht ist? Welche Muslime würden es gutheißen, dass ihre Kinder auf dem Schulweg Gefahren ausgesetzt werden? Welcher muslimische Mann würde es hinnehmen, dass seine Frau in einem Kaufgeschäft oder auf einem Marktplatz der geringsten Gefahr ausgesetzt wäre? Nicht die Gefahr, sondern allein die Wahrscheinlichkeit der Gefahr wird muslimisches Leben genauso lahmmachen wie nicht-muslimisches Leben. Damit ist zunächst klar, dass Muslime wie alle anderen Menschen auch ohne Sicherheit nicht leben können und die Sicherheit als eine unverzichtbare Lebensnotwendigkeit auch kompromisslos verlangen. Muslime können daher nicht das Schiff versenken, auf dem Sie gerade sind, mit anderen oder allein.
Neben dieser biologischen Notwendigkeit der Sicherheit, die Muslime mit allen anderen Menschen teilen, gibt es eine weitere, aber diesmal heilige und nicht verhandelbare Notwendigkeit aus dem Konzept des Islams heraus. Im Licht des Korans und der tradierten Handlungen und Aussagen des Propheten Mohammed ist der Muslim klar und unmissverständlich verpflichtet, im Rahmen seiner maximalen Möglichkeiten als erstes für die Sicherheit der Aufnahmegesellschaft zu sorgen. Dies hat bereits der Urvater der Muslime, Abraham in Mekka, gemacht, als er sich mit Frau und Kind in Mekka niedergelassen hatte. Als erstes, so lehrt uns der Koran (Sure 2, Vers 126) hat Abraham dafür gebetet, dass Allah den Menschen in Mekka sowohl die Sicherheit von Leib und Leben gewährt als auch die Versorgungssicherheit. Mit anderen Worten strebte Abraham für seine neue Heimat in Mekka den Frieden, die Sicherheit und den Wohlstand an. Als der Prophet Mohammed nach Medina immigrierte, gab es in Medina keine homogene islamische Gesellschaft, sondern eine multireligiöse und multiethnische Gesellschaft. Hier folgte der Prophet Mohammed dem Vorbild Abrahams und betet für die Sicherheit und den Wohlstand für alle in Medina. In einer authentischen Hadith lesen wir die Worte des Propheten Mohammed: O! Allah! Abraham war dein Diener, dein Gefährte und dein Prophet und er hat für Mekka gebetet und ich bete dich auch für Medina, wie er dich für Mekka gebetet hatte und noch eins mehr dazu. Dass der Koran die Tötung von unschuldigen Menschen am schärfsten mehrfach verurteilt und die Ermordung einer einzigen Seele als Mord an allen Menschen einstuft, ist hinreichend bekannt.
Muslime in Deutschland und in Europa stehen daher nicht nur kraft der biologischen Überlebensnotwendigkeit in der Pflicht, für die Sicherheit ihrer Aufnahmegesellschaften wie selbst für das heilige Mekka und das heilige Medina zu sorgen, sondern auch kraft ihres Vertrags mit Allah, kraft ihres Glaubensbekenntnisses.
Es ist daher natürlich, dass sich Muslime, so gesehen, im herzlichen unsichtbaren Willen wie im Handeln für die Sicherheit ihrer jeweiligen Gesellschaften von keinem übertreffen lassen werden.
Jeder, der aber Attentate und Morde im Namen des Islams skrupellos begeht, gehört ohne die Mühe der Identitätssuche schlicht nicht zum Islam, sondern bleibt ein Einbrecher von außen.
Muslimen, die tagein tagaus für Sicherheit und Wohlstand ihrer Gesellschaften beten und dazu auch handelnd beitragen, wird nicht damit geholfen, wenn sie im Ton einer Siegerjustiz für jede Geiselnahme ihres Glaubens verantwortlich gemacht und direkt und indirekt sanktioniert werden. In dieser Situation braucht keiner so eindringlich Hilfe gegen bestialische Einbrecher ins Haus des friedlichen und menschenschützenden Islams von außen wie selbst die Muslime.
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