Dienstag, 15. Mai 2012 | Internetzeitung
 
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«Bildung in Hessen»

Die Kolumne von Sven Hild

Kerncurriculum und Bildungsstandards in Hessen

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Kolumne zu den Bildungsstandards in Hessen

Hessen (24PR-hi). Als Elternteil eines Kindes in Hessen, welches die Grundschule besucht, macht man sich ab zu mal die Gedanken, ob das, was mein Kind heute in der Schule gelernt bekommt, besser ist, als wir es vor mehr als 30 Jahren mal gelernt haben.

Einiges aus den neuen Bildungsstandards für Hessen geben mir als Elternteil Hoffnung, dass unsere Kinder die richtigen Schritte beigebracht bekommen. Um mehr zu erfahren, haben wir Eltern die Möglichkeiten, uns auf Bildungsabenden, geleitet durch ausgebildete Eltern - Projekt elan - Hessen, zu informieren und einiges zu lernen.

So gibt es auch in diesem Rahmen einen landesweiten Fachtag, wo uns Eltern vom Hessischen Kultusministerium (HKM) dieser neue Erziehungs- und Bildungsauftrag des Landes Hessen näher gebracht werden soll, in diesem Zuge auch die Beschlüsse aus dem Kerncurriculum.

Im Wesentlichen hat man versucht das umzusetzen, was eigentlich schon seit 1997 in verschiedensten Studien angeprangert wurde.

Verwunderlich war mir und verschiedenen anderen Teilnehmern nur, dass auf einer Veranstaltung des Landeselternbeirates Hessen und in Zusammenarbeit mit dem Projekt elan-Hessen, sich mehr Lehrkräfte eingeschrieben und teilgenommen haben, vielleicht weil Sie auch Elternteil sind, als Eltern, die es im wesentlichen direkt betraf.

Hier wurde uns als Eltern dann auch gleich bewusst gemacht, dass sich die Landesregierung, im speziellen das HKM, viel Zeit genommen hat um ein Kerncurriculum zu erfassen und zu beschließen aber es ganz deutlich wurde, dass die, welche die Entwicklung und Bildung an unsere Kinder herantragen sollen, gar nicht in der Lage sind, dieses Kerncurriculum umzusetzen, weil Sie darin nicht geschult wurden.

Also Ihr lieben von uns gezahlten Landespolitiker - es ist schön und auch spannend zu verfolgen, wie wir Eltern uns auf das neue Bildungssystem vorbereitet und geschult werden. Wichtiger ist es aber, die Menschen zu schulen und zu unterrichten, die dieses Bildungspaket an unsere Kinder weitergeben sollen.

Bildung kann und darf nicht vermarktet werden wie die Präsentation eines neuen industriellen Produktes - nicht, wir entwickeln, schmeißen es auf den Markt, und wenn sich Krankheiten eingeschlichen haben, ziehen wir es zurück und bessern nach.

Erst ausbilden, testen und dann kann man das Konzept in seiner Form den Eltern präsentieren - klar wird es da auch noch Krankheiten geben die nachgebessert werden müssen aber dann weiß man schon mal, was man anderen wirklich und verständlich beibringen kann.

Ebenso geht es nicht konform, im Haushalt die Bildungskosten zu kürzen und sich ein Kerncurriculum zu geben, wenn dann keine Mittel mehr da sind, um Lehrkräfte einzustellen und weiter zu bilden.

Bildung ist, in meinen Augen, das höchste Gut, welches wir gut und schnell vermitteln können. Dazu gehört aber auch die Nachbereitung und Schulung derer, die sich dazu verschrieben haben dieses Gut an unsere Kinder weiter zu geben.

Tags: Bildung Hessen Kerncurriculum Bildungsstandards Vermischtes Kolumne Kerncurriculum Bildungsstandards

 
 
 

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