Kommentar von Gabriele R. Winter
Gorleben ist immer ein Thema
Störaktionen helfen gegen das Vergessen der Gefahren
Grünberg (24PR-wig). Der Kommentar von Herrn Heldmann zeigt nur wenig Hintergrundkenntnis und es wird auf einer sehr polemisch naiven Ebene argumentiert. Klar könnten die Polizisten auch an anderer Stelle eingesetzt werden, z.B. in Fussballstadien zum Einsammeln von pyromanischem Material oder an Autobahnen an Nebeltagen, um Raser zu stoppen und damit Unfälle mit Todesfolgen zu verhindern.
Dass Menschen auf die Straße gehen und ohne Jacken und Decken, die ihnen die Polizei abgenommen hat, tagelang ausharren, um auf die Gefahren des Atommülls aufmerksam zu machen, verdient Respekt. Wenn diese Störaktionen nicht wären, würde in kurzer Zeit die Problematik über die Endlagerung des Atommüll in Vergessenheit geraten. Denn erst die nächsten Generationen werden an den Folgen einer unsicheren Lagerung zu leiden haben.
Es ist unverantwortlich, dass trotz Gutachten über die Risiken einer Lagerung in Gorleben die Transporte dorthin weiter gehen. Es ist seit langem bekannt, dass es keine durchgängige Isolierschicht in dem Salzstollen gibt und die Gasvorkommen, die sich unterhalb des Salzstocks befinden, durchaus in Berührung mit den Behältern kommen können. In Philippsburg z. B. besteht ein wesentlich sicheres Zwischenlager, das auch ohne die Umladung auf Lastwagen angefahren werden kann. Warum also wird also weiterhin die Region Wendland so schwer belastet?
Tags: Gorleben Zwischenlager Atommüll Politik Kommentar Atommüll
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