Donnerstag, 17. Mai 2012 | Internetzeitung
 
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BMI-Tabellen

Jedes Jahr ein anderes Schönheitsideal.

Deutschland (24PR-ebb). Er ist in aller Munde, der Body-Mass-Index. Gewicht geteilt durch das Quadrat der Körpergröße. Weil viele von uns mit dieser einfachen Rechenoperation bereits überfordert sind, brauchen wir einen BMI-Zähler.

Diese Zähler werden hauptsächlich an Menschen verkauft, die die Langversion von BMI geistig nicht zustande bekommen, geschweige denn, dass sie wissen, wie man auf einem einfachen Taschenrechner zum Quadrat hinbekommt.

Aber wichtig ist er, der BMI, teilt er uns doch in Schlanke und Übergewichtige ein. Jedes Jahr wird eine neue Sau in Bezug auf unser Schönheitsideal durch das Dorf getrieben und wir machen mit!

Vom Idealgewicht-Körpergröße-100 bei Männern, bei Frauen noch einmal-15%, ungerecht, wie ich finde, zum Wohlfühlgewicht -ist mir doch scheißegal, was ihr von meiner Figur haltet- sind wir jetzt bei der BMI-Tabelle gelandet.

Bei einem Wert von 25 aufwärts stehen wir bereits mit einem Bein im Grab, egal, wo sich die Fettpolster auch befinden. Bei Frauen sind sie an den Oberschenkeln und am Bauch unterhalb der Taille genetisch bedingt, da sie als Nahrungsmittelreserven für zukünftige Schwangerschaften eingeplant sind.

Männer kommen da nicht so gut weg, denn der Bierbauch oberhalb der Taille ist beim besten Willen keine Schwangerschaftsreserve.

Was bedeutet, die Birnenform ist von der Natur vorgegeben, die Apfelform hingegen nicht, was mich zu dem Dilemma bringt, warum ausgerechnet Frauen sich Sorgen um ihr Gewicht machen, denn ihre Form ist von Mutter Natur so gewollt.

Männer gehen das gelassener an, seitdem sie nicht mehr hinter jedem Steak hinterher jagen müssen. Ihre Apfelform macht jeden Versuch, ein pfeilschnelles Tier einholen zu wollen, von vorne herein illusorisch.

Darauf trinken sie gemütlich noch ein weiteres Bier, während sich die Ehefrau verzweifelt in die Oberschenkel kneift, die in ihren Augen natürlich zu fett sind.

Schwestern, legt euch entspannt zurück, denn die heutigen Supermodells wären früher gnadenlos verhungert und hätten niemals ein gesundes Kind zur Welt gebracht.

Was sie heute auch noch nicht tun, denn ein lebender Kleiderbügel ist mit diese Aufgabe heillos überfordert.

Andererseits muss ein derartiges Knochengestell nur aus Versehen eine einzige Erbse verschlucken und sieht aus, wie im sechsten Monat schwanger.

Weibliche Formen entstehen durch weibliche Fettreserven, die wir heute mehr als damals brauchen, da unser Jäger und Sammler vom eigenen Gewicht wie festgenagelt, träge im Sessel herum döst.

Für mich heißt die Langversion von BMI: Bin-Mein-(eigenes)-Ideal.

Tags: Body-Mass-Index Gewicht Schönheitsideale Traumfigur Kultur Glosse Schönheitsideale Wohlfühlgewicht

 
 
 

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