Anklage fordert im Prozess um Mord an Lehrerin 15 Jahre Haft
Bremen (ddp-nrd). Für den mutmaßlichen Mörder einer Lehrerin in Bremen hat die Staatsanwaltschaft 15 Jahre Haft und Unterbringung in einem psychiatrischen Krankenhaus gefordert. Der 21-jährige habe die Tat im Dezember 2009 im Zustand erheblich verminderter Schuldfähigkeit begangen, sagte Staatsanwalt Uwe Picard am Freitag vor dem Landgericht Bremen in seinem Plädoyer. Der Angeklagte habe seine ehemalige Lehrerin aus Neid und verschmähter Liebe erstochen. Die Verwerflichkeit der Tat sei ihm bewusst gewesen, sagte der Staatsanwalt.
Am Mittwoch hatten Gutachter dem Angeklagten eine ausgeprägte Persönlichkeitsstörung und seelische Abartigkeit bescheinigt. Sie hatten sich für eine lange Unterbringung in einer psychiatrischen Klinik ausgesprochen.
Vor Gericht hatte der Angeklagte gestanden, den Mord ein Jahr lang vorbereitet zu haben. Kurz vor Weihnachten 2009 soll er der 35-Jährigen auf einem Parkplatz vor ihrer Wohnung aufgelauert und dann mehr als 20-mal mit einem Messer auf sie eingestochen haben. Eigentlich hatte er nach eigenen Angaben zunächst eine Art Vernehmung mit der Lehrerin geplant. Er wollte «mehrere tausend» Fragen stellen. Weil die Lehrerin sich widersetzte, soll er sofort zugestochen haben.
(ddp)
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